Herzlich willkommen !

Stöbern Sie durch die mehr als 100-jährige Geschichte eines der traditionsreichsten Gebäude Diessens, der "Neuen Post". Entdecken Sie die Gegenwart am Marktplatz 3 und vielleicht wartet ja Ihre Zukunft in den Mauern der Neuen Post auf Sie! Die Neue Post bietet modernes Altbauflair für Gewerbe-, Gastronomie- und Wohnimmobilien.

Tradition

Eines der traditionsreichsten Gebäude Diessens, die „Neue Post“, wurde 1994 bereits 100 Jahre alt. Aber wer hätte gedacht, dass die Geschichte der „Neuen Post“ bis ins Jahr 1590 zurück verfolgt werden kann.

Damals noch als das „Bachbräu“ bekannt, braute man hier bereits das eigene Bier. Das diesem Haus große Bedeutung zukam, konnte man auch daran erkennen, dass es früher die Hausnummer 1 trug. „Denn zur damaligen Zeit wurde noch nach Häusern und nicht nach Straßen nummeriert“.

Die Zeichung stammt aus der 1901 veröffentlichten "Diessener Chronik" von Pater Hugo und wurde von Eduard Gabelsberger angefertigt.In einer Zeichnung aus dem Jahre 1704 kann man erkennen, dass die „Neue Post“ im Bereich des ehemaligen „Bachbräu“ errichtet wurde. Interessant ist, dass dieses Bild das Rathaus direkt neben dem ehemaligen „Bachbräu“ zeigt, eben nur durch den Bach getrennt. Man kann jedoch nicht gesichert davon ausgehen, dass die Zeichnung realistisch die frühere Situation wiedergebe. Heute jedenfalls befindet sich das Rathaus durch eine Strasse getrennt auf der gegenüberliegenden Seite.

Die Zeichung stammt aus der 1901 veröffentlichten "Diessener Chronik" von Pater Hugo und wurde von Eduard Gabelsberger angefertigt. Quelle: Ammersee Kurier Nr. 300/198. Jahrgang.

Traurige Zeiten

Auch traurige Zeiten mußte die damalige Brauerei durchmachen. Durch ein Feuer, das sich im Oktober des Jahres 1877 ereignet haben soll, brannte alten Aufzeichnungen folgend nur der hintere Teil, das sogenannte Ökonomiegebäude, ab. Man nimmt jedoch an, dass beim Wiederaufbau der vordere Bau auch gleich mit erneuert wurde. Die Meinungen, wann nun genau Jubiläum gefeiert werden dürfe, gehen daher auseinander.

Nach Informationen der damaligen Besitzer, der Eheleute Elisabeth (geb. Schnurrbusch) und Ernst Schoepe, die die „Neue Post“ in Familientradition von ihren Eltern Elisabeth und Heinrich Schnurrbusch im Jahr 1956 übernommen haben und diese bis 1979 persönlich geführt haben, geht man davon aus, dass die Neue Post in seiner jetzigen Form 1894/5 erstellt wurde.

Im Jahre 1897 wurde der Pferdepostkutschendienst, der für eine Verbindung zwischen der heutigen Kreisstadt Landsberg am Lech und Diessen sorgte, dem „Bachbräu“ übertragen. Vormals war hierfür die „Alte Post“ zuständig, die wegen Abbruchs heute nicht mehr existiert. Im Jahre 1909 änderte Max Dietrich, der damalige Besitzer und Posthalter, den Namen „Bachbräu“ in „Neue Post“.
Doch so schnell wie der alte Traditionsname geändert wurde, konnten sich die Wirtshausbesucher nicht an den neuen Namen gewöhnen. So berichtet man aus dieser Zeit, dass die alten Diessener noch lange ihre Gastwirtschaft das „Bachbräu“ nannten.

Um 1922, wird als weiterer Posthalter ein W. Harnest aus München genannt, dessen Sohn, Fritz Harnest, als Kunstmaler internationale Anerkennung erfuhr. Von 1922 bis etwa 1925 malt Fritz Harnest im elterlichen Betrieb der „Neuen Post“ eine Reihe von Ölporträts von Gästen, vor allem von deren Töchtern und von den eigenen Familienangehörigen.

 

Die Herberge 

Der heutige Familienbesitz der „Neuen Post“ geht bis auf das Jahr Jahr 1935 zurück, als die Eheleute Elisabeth und Heinrich Schnurrbusch nach Diessen kamen, und die „Neue Post erwarben.

Schwere Zeiten erlebte die „Neue Post“ während des Zweiten Weltkrieges, erzählten Elisabeth und Heinrich Schnurrbusch. Aus den Großstädten evakuierte Kinder wurden 1942 „auf’s Land verschickt“, um sie vor den Bombenangriffen in Sicherheit zu bringen. In Diessen diente als Herberge die „Neue Post“.

Die „Neue Post“, durch die Kriegseinflüsse beschädigt, wurde von dem damaligen Besitzerehepaar Elisabeth und Heinrich Schnurbusch wieder renoviert und der alte Hotel- und Gastronomiebetrieb wurde wieder aufgenommen.

Im weiteren Verlauf der Jahre wurden immer wieder Umbauten und Neuerungen durchgeführt, die dem jeweiligen Zeitbedürfnis entsprachen. So entstanden u.a. aus den ehemaligen Fremdenzimmern des Hotels Wohnungen und die ehemalige Grossgastronomie mit Restaurant, Wein- und Gaststube, Tanzsaal und Nachtbar, die für ihre rauschenden Ball- und durchzechten Barnächte weit über die Grenzen Diessens bekannt war, wurde durch moderne Restaurants, Cafe und Ladengeschäfte ersetzt.

 

Die Zukunft

In dritter Generation haben 1995 die Kinder von Elisabeth und Ernst Schoepe die Immobilie übernommen. Heute sind die Nachfolger Brigitte & Dieter Schoepe zwar nicht mehr selbst in der Gastronomie tätig, führen aber den Familienbesitz mit engagierten Pächtern fort.